Verweilen statt eilen - im Schneckentempo durch den Auwald

 Foto: Ludo van den Bogaert

Das traf am vergangenen Samstag, dem 14. April, zumindest für die Objekte des Interesses zu: Denn bei einer dreistündigen Exkursion durch Domholz und Kanitzsch standen die Schnecken der Aue im Mittelpunkt.

Etwa 50 verschiedene Landschneckenarten seien im Auwald zu erwarten, stimmte Artenexperte Frank Borleis gleich zu Beginn der Exkursion die etwa 20 Teilnehmer ein. Eine erhebliche Menge! Obendrauf kann man noch diverse Wasserschnecken und Muscheln zählen und schon bekommt man einen Eindruck von der vielfältigen Welt der Mollusken (Weichtiere).

Los ging die Exkursion an der Domholzschänke und von dort aus entlang des Zschampert durch Domholz und Kanitzsch. Der Zschampert führt qualitativ gutes Wasser, was sich anhand der Lebewesen, die sich in ihm tummeln, widerspiegelt. Wie die unterschiedlichen Arten exakt zu bestimmen sind, bleibt für den Laien mitunter ein Rätsel. Beispielsweise gibt es keine generellen Unterschiede zwischen Land- und Wasserschnecken - man muss also tatsächlich wissen, was man da vor sich hat, um Auskunft darüber geben zu können. Bewundernswert also, wie Frank Borleis Neuseeländische Zwergdeckelschnecken, Schlamm- und Schnauzenschnecken erkannte und etwas über deren Merkmale berichtete - um nur ein paar der gefundenen Weichtierexemplare zu nennen. Die im Leipziger Auwald am häufigsten vorkommende Landschnecke ist übrigens die Gemeine Schließmundschnecke.

 - Foto: Maria Vitzthum Bernsteinschnecken findet man vor allem in der Nähe von Gewässern. - Foto: Maria Vitzthum Weinbergschnecken können in der freien Natur bis zu 8 Jahren alt werden, während die meisten Schneckenarten nicht das 2. Lebensjahr erreichen. - Foto: Maria Vitzthum Von der Gemeinen Schließmundschnecke findet man bis zu 100 Stück auf einem Quadratmeter Auwald. - Foto: Maria Vitzthum Eine exakte Bestimmung ist meist nur durch Vergrößerung möglich. - Foto: Ludo van den Bogaert  - Foto: Ludo van den Bogaert  - Foto: Ludo van den Bogaert Keschern am Zschampert - Foto: Maria Vitzthum  - Foto: Maria Vitzthum
Aktuelles
Die Amphibien- und Radexkursion wird auf unbestimmte Zeit verschoben
Aufgrund der erhöhten Ansteckungsgefahr mit dem Corona-Virus muss die Amphibien- als auch die Rdexkursion, welche am 17.05.2020 und 30.05.2020 stattfinden sollten, auf unbestimmte Zeit verschoben werden. Wir bitten um Ihr Verständnis. ...mehr
Die Weiße Elster ist Flusslandschaft des Jahres 2020/21
Am 21.03.2020 wurde die Weiße Elster zur Flusslandschaft des Jahres 2020/21 gekürt. ...mehr
Information zur momentanen eingeschränkten Erreichbarkeit und Veranstaltungen des Kontaktbüros
Aufgrund der aktuellen Lage zur CORONA-Pandemie erreichen Sie uns im Kontaktbüro bis auf Weiteres nur noch per Telefon: 0341 / 86967550 oder per E-Mail über . Alle im Rahmen des Projektes Lebendige Luppe bis Ende Mai anstehenden Termin müssen auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werden! Wir bitten um Ihr Verständnis und informieren Sie sobald der Publikumsverkehr wieder möglich ist. Bitte bleiben Sie gesund! ...mehr
Termin: 13.06.2020
Libellenexkursion – Flugartisten in Gewässernähe
weitere Beiträge >>
Newsletter abonnieren
gefördert durch
Kontakt
Kontaktbüro​ "Lebendige Luppe"
Michael-Kazmierczak-Str. 25
04157 Leipzig
Telefon: 0341 86967550
E-Mail:

Mo: 9–18 Uhr
Di–Do: 9–15 Uhr
(Eingang über Coppistraße, neben Nr. 69)

Wenn wir nicht im Büro erreichbar sein sollten, sind wir in der Aue unterwegs. Bitte haben Sie Verständnis! Kontaktieren Sie uns einfach per E-Mail, wir melden uns bei Ihnen.
Stadt Schkeuditz Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung GmbH Universität Leipzig NABU Sachsen Stadt Leipzig, Amt für Stadtgrün und Gewässer Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt, Naturschutzfonds Bundesamt für Naturschutz Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit