Beobachtungen bei der Libellenexkursion

Obeliskenstellung Foto: Karolin Tischer / NABU Sachsen

Der letzte Sonntag (30.06.2019) war sehr sonnig und heiß. Trotzdem folgten ca. 12 Exkursionsteilnehmer sehr gespannt den Ausführungen des Exkursionsleiters und Libellenexperten Marcus Held. Der erste Halt an der Weißen Elster zeigte schon die ersten Flugakrobaten wie z.B. den Großen Blaupfeil (Orthetrum cancellatum), die Blaue Federlibelle (Platycnemis pennipes), die große und farbig sehr auffällige Große Königslibelle (Anax imperator) oder die Gebänderte Prachtlibelle (Calopteryx splendens), welche durch ihre auffällige blaue Färbung und ihren schmetterlingshaften Flug gut zu erkennen ist. Außerdem wurde hier die erste streng geschützte FFH-Art, die Grüne Flussjungfer (Ophiogomphus cecilia), gesichtet. Die Larven dieser Art, welche zwischen 2 und 4 Jahren alt werden, leben eher unauffällig im Substrat der Flusssohle, in welches sie sich eingraben. Nur die Fühler, die Augen und das Hinterleibsende ragen aus dem Sediment. Mit den Augen und Fühlern erspähen und ertasten sie ihre Beute und über die Kiemen, welche sich im Hinterleibsende befinden, erfolgt die Atmung. Die nächsten 4 Haltepunkte im eigentlichen Exkursionsgebiet, den Papitzer Lachen, brachten neben 14 weiteren Libellenarten eine weitere streng geschützte FFH-Art vor das Fernglas. Hierbei handelte es sich um die Zierliche Moosjungfer (Leucorrhinia caudalis), welche gut an den weißen Flügelmalen und dem keulig verdickten Hinterleibsende zu identifizieren ist. Marcus Held sprach versiert die einzelnen Arten an und erklärte das territoriale Verhalten der Männchen und die Obeliskenstellung, eine Reaktion der Libellen auf sehr starke Sonneneinstrahlung und die damit verbundener Hitzeeinwirkung, die wir an dem Tag mehrfach beobachten konnten.

Aktuelles
Fachtagung: Lebendige Luppe im Kontext einer zukünftigen Auenentwicklung
Vom 6. bis 7. November fand im Leipziger KUBUS des Helmholtz-Zentrums für Umweltforschung (UFZ), die mittlerweile dritte Fachtagung des Projektes „Lebendige Luppe“ unter dem Titel „Die Lebendige Luppe im Kontext einer zukünftigen Auenentwicklung“ statt. ...mehr
Leben am Leipziger Auwald. Erkenntnisse aus der Kommunalen Bürgerumfrage Leipzigs – der Infoabend am 25. September 2019
Der Leipziger Auwald – Ort der Vielfalt, der Erholung und der Bildung – zieht sich wie ein grünes Band durch die Stadt und wird von den Bürgerinnen und Bürgern oft besucht und intensiv genutzt. Prof. Dr. Sylke Nissen und Dipl.-Pol. Karin Lange, die das Projekt Lebendige Luppe sozialwissenschaftlich begleiten, haben im Rahmen der kommunalen Bürgerumfrage über 1.500 Personen nach ihrer Einstellung zur Natur in der Stadt und zum Nutzungsverhalten der heimischen Auenlandschaft befragt. ...mehr
Molchmonitoring in den Papitzer Lachen
Die Papitzer Lachen sind Teil des FFH-Gebietes Leipziger Auensystem. In diesem Gebiet stehen Kammmolch und Rotbauchunke, als FFH-Arten unter einem besonderen Schutz. Um diesem Schutz gerecht zu werden, ist es wichtig durch ein sogenanntes Monitoring mehr über diese Amphibien in Erfahrung zu bringen. ...mehr
Termin: 27.11.2019
Informationsabend im Kontaktbüro „Lebendige Luppe“
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